in einer neuen Gruppe wollen wir das Experiment wagen, nur mit den offiziellen Kampfregeln zu spielen, also ohne Hausregeln und Abwandlungen der Basis- und Expertenregeln. Ich bin gespannt, ob das klappt … :krieger_1:
Nun zur Frage:
In WdS53 heisst es unter Ansage der Handlungen, dass der SL zu Beginn der Kampfrunde abfragt, “… ob und wie die Helden kämpfen wollen (Angriffs- und Abwehraktionen) …”
Da wir unterschiedliche Auslegungen dieses Satzes haben, enthalte ich mich (wie beim Publikumsjoker bei “Wer wird Millionär”) jeden Kommentars und frage euch direkt, was eurer Meinung nach diese Ansage beinhalten muss (wenn ihr habt gerne mit einem Quellenbeleg aus WdS oder anderen Quellen).
Also ich spiele es nur in einer Gruppe voll aus.
Das sieht dann wie folgt aus:
-Jeder sagt erstmal an, was er vorhat (Reihenfolge: niedrigste Ini startet → höchste Ini ist zuletzt dran)
Vorteil: Je höher die Ini, desto besser kann man einschätzen, was passiert
-Danach wird “agiert”, also es wird auch alles gewürfelt (Reihenfolge: höchste Ini startet → niedrigste Ini ist zuletzt dran)
Da kann dann derjenige, der zu langsam reagiert auch schonmal ins Hintertreffen geraten, weil die anderen schneller sind (oder er seine Angriffsaktion in eine Parade umwandeln musste)
So ist es halt realistisch, dauert aber halt auch länger.
Edit:
Beispiel:
Spieler 1 hat Ini 8
Spieler 2 hat Ini 11
Spieler 3 hat Ini 18
S1: “Ich greife S2 mit Wuchtschlag 4 an.”
S2: “Ich wirke einen Zauber mit ZD 4 Aktionen”
S3: “Ich wandele meine Parade um, und greife S1 2 mal mit Finte 3 an:”
Wenn der Charakter die Fertigkeit “Aufmerksamkeit” besitzt, kann er solange Umwandeln, bis seine Ini-Phase erreicht ist.
Wenn er “Kampfgespür” hat, kann er jederzeit umwandeln.
Jedoch sind für das Umwandeln Erschwernisse von +4 zu beachten (die aber auch durch andere SF verringert werden können).
WdS S. 81
Und er kann umwandeln, müssen muss er es nicht.
Er könnte genausogut seine freie Aktion für ein freies Ausweichen benutzen (allerdings hat er dann Ini-Verluste und andere Nachteile).
Oder er könnte sagen: “Lass ich mich halt treffen” und einen Angriff nicht parieren…
Beginnt ein Kampf wird generell erst einmal die Ini gewürfelt und die Aufstellung eines jeden besprochen.
Hierbei haben wir eine kleine Hausregel, die aber das Kampfsystem an sich nicht groß beeinflusst:
Würfelt jemand auf Kriegskunst, so darf er alle -denen er die Ini pusht- aufstellen und vorgaben machen, wie sie zu grob zu kämpfen haben (Beispiel: X Stell dich dort an der Säule auf und halte uns von dort den Rücken frei). Halten muss sich daran keiner, aber man verliert die gewonnenen Inipunkte, wenn man es ignoriert.
Danach greift jeder in seiner Iniphase an.
Hier müssen die Ansagen getroffen werden und werden dann auch direkt ausgeführt.
Aufmerksamkeit wird bei uns so gehandhabt, dass man dies in seiner ersten Aktion ansagen darf. Also in der AT-Phase muss man angekündigt haben, die PA umwandeln zu wollen.
Daher ist ein Spieler mit Aufmerksamkeit und niedriger Ini im Vorteil, tritt der Gegner mit seiner PA nicht, kann er ohne Risiko zwei Attacken starten. Ich finde dies auch auf die Realität gut übertragbar → Er ist zwar langsamer, kann dafür aber die Aktionen des Gegners so gut einschätzen, dass er sieht, wenn eine Klinge ihn nicht treffen wird. Er setzt also gar nicht zur Verteidigung an, sondern bereitet gleich einen Gegenschlag vor.
Ansonsten kann man auch jederzeit ansagen, sich nicht verteidigen zu wollen um zum Beispiel dann wieder seine PA durch z.B. Aufmerksamkeit umzuwandeln.
Kurz zusammengefasst:
Eine Kampfrunde fängt für jeden mit seiner ersten Aktion an. Hier muss er sich festgelegt haben und seinen Angriff darlegen, quasi wie in einem rundenbasiertem Strategiespiel.
Dies ist unserer Meinung nach ein wenig übersichtlicher und kann ganz gut in die Handlung eingebunden werden.
Zudem folgen so das Würfel direkt auf die Ansage. Keiner muss sich merken um wie viel er seinen Wuchtschlag erschwert hat.
Kann sonst schon echt nervig werden, wenn 20 Charaktere vor einem in der Iniliste stehen :hoffnarr
Also müssen muss man das bei uns nicht.
Man muss nur sagen:
“Ich attackiere”, es muss keine Ansage gemacht werden.
Man sollte nur sagen, gegen welchen Gegner man sich richtet, und ob ggf. ein Mehr-Aktioniges Manöver (schöne Wortschöpfung) ansteht.
Hat sich aber bei uns so eingebürgert.
Kann auch schonmal passieren, dass der Meister fragt: “irgendein Manöver?” - “Lalalalass dich überraschen…”