DSA ist etwas für phantasiearme Leute

AW: DSA ist etwas für phantasiearme Leute

Des Meisters 2.1b und auch Graf Albins Meinung kann ich guten Gewissens zustimmen.

Auch mMn kann es nie genug Informationen geben. Denn als Meister ist es meine Sache, welche ich davon tatsächlich anwende und welche nicht. Es erleichtert meine Arbeit nur. Jedenfalls solange ich mich nicht sklavisch an diese Informationen klammere, sondern sie nur bai Bedarf anwende.

Wenn meine Heldengruppe z.B. in einer Baronie ist und den dortigen Baron treffen möchte, würde ich erst versuchen in einer offiziellen Beschreibung den Namen dieses Herrn zu finden. Sollte mir dies nicht auf Anhieb möglich sein (weil das Buch verlegt ist, es zu lange dauert nachzublättern oder, oder, oder), dann erfinde ich eben einen Namen. Das tut mir nicht weh und die Spieler können zufrieden weiterspielen. Wo ist da das Problem?

[QUOTE=Graf Albin]
Allerdings können auch solche Leute als phantasielos erscheinen, die in einer ausgearbeiteten Welt keine Freiräume mehr entdecken! Fehlt euch dafür vielleicht die Phantasie?
[/QUOTE]

Auch diese Aussage kann ich bedenkenlos unterschreiben. Nur weil ein Rahmen vorgegeben ist, heißt dies doch noch lange nicht, dass man sich in dieser Welt nicht mehr frei bewegen kann. Dieser Rahmen zerstört doch nicht die Phantasie; vielmehr erleichtert er maximal einige Dinge. Aber genug Raum für Abenteuer, spannende Geschichten, Personen usw. gibt es doch auch hier. Man muss nur PHANTASIE haben :wink:

Beispielsweise gibt es für Star Trek ein ziemlich genau beschriebenes “Roadbook”, das schon Gene Roddenberry geschrieben hatte. Hier stehen alle Dinge drin, auf die ein Regisseur, Buchautor, Drehbuchschreiber in diesem Universum achten muss. Das sind bei Star Trek eine Menge Punkte. Trotzdem hat diese Serie unmengen an Ableger (Deep Space Nine, Voyager, Next Generation) und Kinofilme produziert. Man hat sich an diese Star-Trek-Bibel gehalten, die Grenzen ausgelotet und teilweise sogar überschritten (Deep Space z.B., das für Star Trek sehr düster gehalten war). Der Phantasie der Autoren hat diese “Bibel” jedenfalls nicht geschadet.

Insofern kann ich der Aussage, dass DSA-Spielern Phantasie fehlt, so nicht zustimmen. Es gibt in DSA in etwa genauso viele “phantasielose” Spieler, wie in anderen Rollenspielen. Dies hat nichts mit der Fülle der Hintergrundbeschreibungen zu tun.