Bald läuft in Deutschland der cineastische Kniefall vor Skywalker & Co an: FANBOYS.
6 Monate vor dem offiziellen Start von StarWars - Episode I im Jahr 1998 beschließen eine Gruppe der größten KriegderSterne-Fans aller Zeiten, einen kühnen Plan. Da einer unter ihnen Krebs im Endstadium hat, setzen sie alles daran den Film schon vorher zu sehen zu bekommen. So schrecken sie auch nicht vor einem Einbruch bei Georg Lucas selbst zurück…
Der Film hat noch vor dem Start viele Gemüter erhitzt. Den Produzenten, die Gebrüder Weinstein, war der Plot mit dem Krebskranken zu heikel und sie wollten die Story im Nachhinein umgeschrieben wissen. Das versuchten sie umzusetzen, ohne die Rechnung mit der Macht der StarWars-Jünger gemacht zu haben. Richtige Fanboys und -girls liefen in den USA Sturm und boykottierten sämtliche Weinsteinproduktionen. So lange, bis die Brüder aufgaben. Die Macht ist stark in der Community!!!
Neben einingen Darstellern aus den Star Wars Filmen unterstützen z.B. auch Kevin Smith (Regisseur und Darsteller aus “Jay und Silent Bob”; In seinen Filmen ist Star Wars grundsätzlich ein Thema, wenn nicht sogar philosophische Grundlage), William Shatner und Seth Rogen (Beim ersten Mal, Superbad, etc.) den Film.
Irgendwie erinnert mich das ganze an “Fantastic Movie” - eine gute Idee, die damals wirklich bescheiden umgesetzt wurde. Ich ahne Parallelen, wenn ich mich im englischsprachigen Netz umschaue…
Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.
Warum erinnert dich das denn an Fantastic Movie? Das war doch gaaanz anders. Bei Fantastic Movie wurden Filme verarscht (sollte man sich by the way unbedingt in englisch angschauen, weil sonst die Gags verloren gehen) und hier höchstens einer. Außerdem scheint mir die Story von Fanboys (halbwegs) realistisch zu sein.
Ich glaube auch eher, dass es ein Film von StarWars-Fans für Fans ist. Mit haufenweisen Runninggags und Insiderspäßen mit einem Schuß Selbstironie. Nix für Unwissende oder gar Ablehner des Mythos.
Die Umsetzung ist natürlich fraglich. Ich hoffe halt nicht zu sehr, dass er in die Richtung der Jay und Silent Bob Filme abdriftet, da Smith schon dabei ist (wenn auch nur als Sidekick. Aber wer weiß, wie oft er am Set rumgelungert ist ). Obwohl mir die Filme von ihm verdammt gut gefallen. Aber ich hoffe auf mehr Niveau bei diesem Projekt.
Auch wenn ich die Ironie der Frage förmlich schmecken kann, eine ernsthafte Antwort: Aufgrund des Trailers und der Beschreibung - das macht den Eindruck dass wie auch von Luzifer in den Raum gestellt ein Haufen Gags aus den entsprechenden Filmen (hier StwarWars, dort Fantasy im Allgemeinen) neu verwurstet wird und dass die Story darüber auf der Strecke bleibt. Als ich damals den Trailer zu Fantasy Movie im Kino gesehen habe, dachte ich mir - juchu, endlich was in der Art von Scary Movie, mit dem ich etwas mehr anfangen kann. Das Endergebnis war noch nicht mal mehr ernüchternd. Ähnliches befürchte ich da - StarWars ist immer für eine Verarschung gut - die Gags im Trailer machen aber schon nicht den Eindruck, als wären sie mehr als ein kurzes Lächeln wert. Damit fiele der Film in die Kategorie misslungene Parodie eines Genres (so man StarWars als eigenes Genre bezeichnen will) und das wäre die Ähnlichkeit zu Fantasy Movie.
@George Lucas:
Er wird dem Film wohl sein Placet gegeben haben, ansonsten könnte es äußerst schwierig werden, irgendwas, was sich direkt auf StarWars bezieht, zu verkaufen, ohne sich mit den Anwälten von LucasArts auseinanderzusetzen.
Stimmt - der Gedanke an GalaxyQuest macht wiederum Hoffnung.
Vielleicht bin ich auch nur voreingenommen, weil FM, Scary Movie 3 - gefühlte 99 und auch Buchvarianten wie Barry Trotter bei mir einfach zu viel Schaden angerichtet haben.
Mal abwarten - ich bin aber auf keinen Fall der erste, der in Fanboys geht.
Oh ja, bei Galaxy Quest kann ich mich auch noch jedes mal kaputt lachen.
Ich würde aber schon sagen, dass der Film hauptsächlich eine bestimmte Serie veralbert hat, nämlich die ursprüngliche Star Trek Serie mit Kirk, Spok & co.