Kann mir jemand von Ihnen den Begriff "Feat trees" erklären?

Einen herzlichen guten Morgen an alle Freunde des gepflegten Rollenspiels,

gestern Abend habe ich zum ersten Mal den Begriff “Feat Trees” im Rollenspielkontext gelesen, mit dem ich nichts anfangen konnte. Ich habe den Begriff in Google eingegeben und auch eine Erklärung bekommen, die ich aber (Schande über mich, Schande über meine Kuh) nicht so wirklich geschnuckelt habe.
Kann mir einer von Ihnen das Ganze für Dummies erklären?

Für die Antworten bedanke ich mich schon einmal im Voraus.
Viele liebe Grüße
Feuertraum

So ganz ohne Kontext kann ich jetzt auch nur in eine Richtung raten. Ich denke, das frei übersetzt ‘Talent Bäume’ gemeint sind.

Talent für irgendeine Fähigkeit, Sonderfertigkeit, etc, die ein Charakter oder sonstiges lernen kann und Baum aus der Datenstruktur, keine Liste, keine Menge, kein Graph, sondern ein Baum mit Wurzeln und Abzweigungen.

So bald ich im Regelwerk irgendwelche Voraussetzungen für eine Fertigkeit habe, bekomme ich zwangsläufig einen Abhängigkeitsbaum. Wie:

Für ‘Besser Zamschlagen’ brauche ich Stärke auf einem bestimmten Wert. Wenn ich das hab, dann kann ich ‘noch besser Zamschlagen’ oder ‘gemeiner Zamschlagen’ lernen. So ergibt sich dann je nach Komplexität ein Baum oder ein Graph, wenn man noch mehr Knoten und Abhängigkeiten in mehr Richtungen hat.

Hier mal ein simples Beispielbild aus Diablo 4:


Auf jeder Ebene (hier vier ohne Startpunkt), kann man sich eine Sache aussuchen, die der NSC, dann verwendet.

1 „Gefällt mir“

Hallo hexe,

vielen lieben Dank für Ihre Antwort. Die Erklärung macht für mich Sinn :-). Ich kann auch das mit den mehr Richtungen verstehen.
Ich verstehe das so, dass ich zum Beispiel eine Fremdsprache lerne, die es mir ermöglicht, mehr Länder und Kulturen zu besuchen, weil diese Sprache in recht vielen Ländern gesprochen wird. In diesen Ländern, die ich dann besuche, lerne ich andere Sachen kennen (zum Beispiel eine spezielle Waffe zu führen) oder Zaubertricks, die wiederum dafür sorgen, dass ich in Situationen komme, durch die ich wieder ein neues Talent “freilege”.

In D&D3.x oder Pathfinder1e gab es viele Talente/Feats, die aufeinander aufbauten.
Zum Beispiel “Combat Reflexes”, das hier als Voraussetzung für Sage und Schreibe 35 weitere Talente genannt wird

Spätere Talente hatten manchmal eine ganze Liste von Voraussetzungen, die teilweise ihre eigenen Voraussetzungen hatten.
Hier z.B. “Blinded Master”, das 5 andere Talente benötigt, zusätzlich zu 15 Punkten in einer Fertigkeit.
https://www.d20pfsrd.com/feats/combat-feats/blinded-master-combat

Diese ganzen Abhängigkeiten lassen sich als Baum darstellen, wie es das Diablo-Bild ja auch schon verdeutlicht hat.

Das System hat manchmal dazu geführt, dass man auf dem Weg zu etwas Tollem erst einmal ein oder mehrere “meh”-Talente nehmen musste - was sich auf der Stufe dann natürlich blöd anfühlte.
Es wird in moderneren Spielsystemen deshalb nicht mehr so häufig eingesetzt, D&D5 oder Pathfinder2 haben das quasi nicht mehr.

1 „Gefällt mir“

Hallo funny,

vielen lieben Dank auch für Ihre Antwort. Auch diese hilft mir gut weiter :slight_smile:

Die anderen haben es ja schon erklärt.
Aber ich hätte bei dem Wort “Feat-Tree” auch an Pathfinder E1 oder DnD 3.5 gedacht.
Was ich ergänzend zumindest fürs übersetzen hinzufügen würde, wäre das zumindest in Pathfinder E1 Feat mit Talent übersetzt wurde.
Und man Tree natürlich mit Baum übersetzt, woraus dann Talentbaum wird.

Das ist ein Begriff der auch zumindest aus dem alten Talent-System von WoW kennt und generlel in manchen MMORPGs oder Diablo wie erwähnt anwendung findet.

Bei Pathfinder sind besondere Talente oft hinter mehrere Talenten aufeinander aufbauend. Was auch logisch in dem Sinne ist, das die Figur ihre Kenntnisse indem Bereich nochmal mehr erweitert.

Vital Strike → Improved Vital Strike - Greater Vital Strike

Man kann greater Vital Strike ohne die beiden Feats davor nicht nehmen.

1 „Gefällt mir“

Verdoppeln sich die Fähigkeiten und die Kräfte, wenn man eine neues Toll bekommt?