Also, ich muss zugeben, dass ich mittlerweile an manchen Stellen ganz schön die Stirn runzele.
Wenn ich darüber nachdenke, wie Spiele vor 20 oder mehr Jahren kategorisiert wurden, gab es - zumindest gefühlt - eine klare Trennung zwischen Brettspiele, Tabletops und Rollenspielen. Gehe ich heute zu Kickstarter und suche Rollenspiele, fallen diese in die Kategorie Tabletop.
Ich muss zugeben, dass ich das mittlerweile so hinnehme, gefühlt finde ich das jedoch nicht richtig.
Wie ist das bei euch? Könnte ihr eure Spiele immer klar einordnen? Gibt es eventuelle so etwas wie eine (halb)offizielle Definition dieser Kategorien?
Das liegt v.a. an der Digitalisierung, da es mittlerweile auch zahlreiche RPGs als Videospiel gibt und alles, was man noch persönlich gegenüber sitzend macht, rutscht dann in die Kategorie Tabletop (weil sowohl Spielmaterialien wie auch Bierdose und Knabberkram auf dem Tisch liegen :D).
Wenn dann auf Kickstarter beispielsweise ein kartenbasiertes RPG als Videospiel vorgestellt wird, kommen auch mal die Entwickler durcheinander und ich erhalte dann seltsame Empfehlungen vom System
Aber Du hast recht:
Die Unterschiede zwischen RPG mit Battlemap und Minis zu reinrassigem Tabletop und immer komplexeren Brettspielen verschwimmt immer weiter, sodass man viel mehr auf Berichte/ Rezensionen vorab angewiesen ist, um überhaupt zu verstehen worum es geht und ob das etwas für einen selbst ist.
Das die Kategorien immer weiter aufweichen, ist mir auch schon aufgefallen. Ich sehe das aber weniger als ein Problem, sondern vielmehr als einen Vorteil. Dadurch können ganz neue und interessante Produkte entstehen. Außerdem wird es dadurch zunehmend leichter, über den eigenen Tellerrand zu schauen und auch mal in andere Bereiche reinzuschnuppern.
Außerdem gibt es heutzutage viele Möglichkeiten, ein Spiel sehr genau unter die Lupe zu nehmen, bevor man es kauft. Es gibt Youtube Channels, wo man die Produkte beschrieben und präsentiert bekommt und mit etwas Glück hat man einen Laden in der Nähe, wo man Sachen auch mal ausprobieren kann.
Und bei Crowdfundings gehe ich nach der Devise: Wenn der Macher mir dort nicht klar erklären kann, was das Produkt jetzt eigentlich genau ist, wie will er dann etwa klar verständliche Texte und Anleitungen schreiben? In dem Fall lass ich generell eher die Finger davon.