[SIZE=6]2. Grundequipment besorgen[/SIZE]
Ich habe mir überlegt, was ich wohl so brauche werde und was mir alles vorgeschlagen wurde. Die wichtigsten Sachen habe ich hier aufgeführt. Anschließend noch ein paar Sachen, die nicht ganz so wichtig sind für den Anfang, aber hilfreich.
Pinsel
Ohne Pinsel braucht man ja gar nicht anfangen.
Man braucht eigentlich drei verschiedene Größen. In Pinselstärken ausgedrückt wären das 1 (“groß”), 0 (mittel) und 2/0 (klein). Citadel (Games Workshop) und Army Painter ihre Pinsel anders. Bei Letzterem wären die richtigen Größen Charakter, Detail und Insane Detail. Als vierten Pinsel braucht man noch einen kleinen Dry Brush. Man sollt auf jeden Fall Echthaarpinsel vom Rotmarder nehmen (beim dry brush ist das egal). Die Qualität macht hier den Unterschied. Synthetikpinsel würde ich nur für grobe Arbeiten nehmen (Base bemalen, oder wirklich große Flächen grundieren etc.). Und natürlich ist die Pflege der Pinsel sehr wichtig. Man malt ausschließlich mit der Spitze und wenn die mal beginnt sich zu spreitzen, dann kann man das Ding eigentlich entsorgen, weil man sich nur ärgert.
Für die Pflege gibt es Seifen, Restaurator, etc. Und natürlich schwören viele auf ganz viel Spucke…
Ich habe die o.g. Größen von “Da Vinci” in einem Set gekauft, für ca. 11 Euro.
Farben
Am gängigsten sind die Farben von Army Painter, Vallejo und Citadel und die Entscheidung zwischen diesen beiden kann fast religiöse Züge annehmen. Was ich oft höre: Citadel ist in Sachen Qualität und Vielfältigkeit einfach die Nummer 1. Aber die Kosten sind unverändert hoch. Ein Töpchen mit 12ml kostet 3 €. Bei Vallejo kosten 17ml 2,35 €. Vallejo und AP kommt übrigens aus einem Tropfenzählerfläschchen und nicht aus einem Topf. Beides hat Vor- und Nachteile. Außerdem hat Vallejo mehrere Sparten und obwohl man alle verwenden kann, sollte man sich an Vallejo Game Color halten. Es gibt auch noch Model Color, welches allerdings grober sein soll.
Beide Marken zu mischen stellt kein Problem dar. Schwierig wird es nur, wenn man bspw. Tutorials schaut oder Artikel ließt. Dann ist meist nur von einer der beiden Marken die Rede, aber im Netz finden sich Tabellen, die zu jeder Citadel-Farbe das Äquivalent von Vallejo aufzeigen.
Army Painter bietet in meinem Fall von Zombicide eine eigene Farbpalette für Black Plague an. Und ich beiße an. Diese kostet ca. 22 Euro. Zudem habe ich mir ein Grundset mit Basisfarben von Vallejo geholt (32 Euro). Und weil es wohl DIE Waffenfarbe überhaupt, nehme ich noch von Citadel “Leadbelcher” für alles was Rüstung angeht. Unschön ist übrigens, dass man anhand des Namens nicht mehr ohne Weiteres auf das Aussehen der Farbe schließen kann, oder wer weiß auf anhieb, wie “The Fang” aussieht oder “Incubi Darkness”?
Und weil es ja um Blut geht, und der Titel mich sofort in seine Fänge sog
habe ich mir noch “Blood for the Bloodgod” von Citadel geholt.
Sehe mich erst mal sehr gut aufgestellt.
Das Ziel sollte es sein von den “Grundfarben” was theortisch ein dehnbarer Begriff ist, einen hellen, normalen und einen dunkleren Ton zu haben. So dass später Highlights gefertigt werden können. Je nach Ausrichtung kommen besondere Farben hinzu. Fantasy ist eher braunlastig und naturverbundener. Sci Fi hat eher technisch anmutenderer Farben…
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Shade
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Dieses Thema war mir vollkommen neu! Oh was für eine Erleichterung es aber darstellt! Ink / Washes oder Shade sind eigentlich “nur” verdünnte Farben, die man nach der Grundierungsfarbe entweder auf Teilbereiche oder die gesamte Figur aufträgt. Die Farbe sammelt sich dabei hauptsächlich in Vertiefungen, was später einen starken Kontrasteffekt hervorrufen soll. Und das funktioniert auch!
Inks gibt es in verschiedensten Farben, mit denen man auch spielen kann. Diese gibt es von allen Herstellern zu kaufen.
Zusätzlich gibt es noch Quick Shade von AP. Das ist etwas dickflüssiger, hat aber den gleichen Effekt. Es glasiert die Miniatur aber auch stärker am Ende. Deswegen ist hier ein Anti-Shine-Spray notwendig. Es gibt es in Soft-Tone, Strong-Tone und Dark-Tone. Bester Kontrast soll bei der goldenen Mitte heraus kommen. Gekauft für 25 Euro. Warum so teuer? Weil es eine Büchse mit 250 ml kommt. Ich habe keine Ahnung, ob ich das in meinem Leben jemals wieder aufbrauchen werde. Aber na gut.
In der Anleitung steht übrigens, dass man die Figur in das Quick Shade eintauchen soll und anschließend solange ausschüttelt, bis die überschüssige Farbe von der Figur herunter ist… Ich weiß nicht, wer das schon mal gemacht hat? Ich kenne keinen. Wäre mal interessant zu hören, wie das Ergebnis ist. Kann es mir nämlich nicht vorstellen. Und Verschwendung ist es darüber hinaus. Ansonsten trägt man es lieber großflächig auf die Figur mit einem alten Pinsel auf. Hier kann man auch überflüssige Farbe gleich mit dem Pinsel entweder umverteilen oder absaugen (Pinsel vorher im Tuch trocknen).
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Sprays und Co
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Ganz klar, mindestens ein Grundierungsspray. Die Dose ist natürlich recht teuer, aber von Hand zu grundieren ist richtig nervig. Hier gibt es z.B. Army Painter (10 €) oder Citadel (14 €). Eine Grundierung ist unumgänglich zum Schutz der Bemalung und für die Deckkraft.
Welche Farbe? Weiß bietet sich an, weil man alle Konturen noch gut erkennt. Soll es besonders düster werden, kann man natürlich auch Schwarz nehmen, aber es gibt zu bedenken, dass man dann zu viele Details nicht mehr sieht. Grau ist eine gute Alternative zu Schwarz. Ich habe mich erst mal für Skeleton Bone von Army Painter entschieden. Denke, das lässt sich später gut erweitern falls notwendig.
Beim Grundieren benötigt man dann noch einen Karton oder ähnliches, um alles außen herum nicht zu versauen. Und ach ja: NUR draußen grundieren. So gut ist keine Lüftung, dass ihr im Haus mit dem Zeug rum sauen könnt.
Darüber hinaus habe ich als Versiegelung für 9 Euro ein Anti Shine Matt Varnisch von AP gekauft, um später die Farben beim Spiel zu sichern. Ist wie erwähnt in Zusammenhang mit dem Quickshade auch notwendig. Außerdem kann ich es nicht leiden, wenn alles so glänzt - außer die Waffen und das BLUT!
Was gibt es noch?
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[li]Einen Weinkorken hat bestimmt jeder noch zu Hause - zur Not in der Weinflasche, die gleich zum Bemalen geöffent werden kann. Aber nicht zu intensiv, dann wird das nichts mit den Details :D. Er ist dazu da die Miniatur zu halten in Verbindung mit etwas “Uhu Patafix”. Drauf machen. Ab machen, wieder drauf machen. Alles kein Problem![/li][li]Nasspalette! Man nehme eine alte Brotbox zum Aufklappen oder eine alte Eisschachtel mit Deckel und lege einen unbenutzten Spüllappen hinein. Am besten schneite man den Lappen so zurecht, dass er formgenau passt. Wasser hinein, so dass der Schwamm nass ist, aber nichts ausläuft. Darüber kommt semipermeables Papier. Oh nein, wo bekommt man so ein teures hightech Papier? Im Haushaltwarenbereich: Brotpapier. Ja genau das, worin man sonst sein Brot eingepackt hat. Auch formgenau ausschneiden und über den nass-feuchten Schwamm legen. Schon kann man auf dem Papier seine Farbe anrühren, verrühren, mischen, etc. und sie trocknet nicht aus. Theoretisch könnte man auch die Nasspalette zuklappen, im Kühlschrank lagern und am nächsten Tag mit der Farbe weitermalen. Das merkt man dann aber durchaus. Für eine Session reicht es jedoch allemal und ist eine weitere tolle “Erfindung”, die mir zugetragen wurde![/li][li]Eine Unterlage. Da gibt es über Malstationen / Paint stations über Schneideunterlagen über Zeitungspapier oder direkt auf dem Holztisch alles. Ich habe derzeit einfach nur weißes Papier liegen, um die Farbe daran auch mal abzustreifen. [/li][/ul]
Was habt ihr noch für Tipps für die Grundausstattung?