Pen and Paper digital - ich code eigene Online-Plattform - suche Feedback

Hi zusammen

Ich bin Pädagoge und Informatiker und leite seit vielen Jahren Feriencamps. Dort spiele ich mit Kinder und Jugendlichen ein selbstgebasteltes Pen & Paper. Rein analog. Das habe ich mir vor vielen Jahren erstellt. Erfahrungen mit richtigen Pen & Paper Spielen habe ich kaum. Ich habe mal als Jugendlicher eine Weile irgend ein System gespielt. Aber das ist jetzt schon über 30 Jahre her. Ich kann mich kaum noch erinnern.

Ich liebe es aber für Feriencamps immer wieder neue aufwendige Projekte zu entwickeln, egal ob Großspiele, Nachtspiele, abgedrehte Workshops, … - Nun habe ich schon lange im Kopf, dass ich mein Pen & Paper Spiel teil-digitalisieren möchte. Meine Idee - und vielleicht gibt es auch schon solche Ansätze - ist, dass ich eine Map mittels Beamer auf den Tisch projizieren lassen (ja, dieses Idee hatten auch schon andere, wie ich gesehen habe). Aber ich möchte zudem am Tisch QR-Codes einblenden. Diese können die Kinder mit ihren Handys scannen und erstellen dann am Handy ihre Charakter. Ein Spielleiter hat zudem ein Notebook und kann darüber das ganze Spiel live leiten. Das ist so die Grundidee.

Nun habe ich es mir vorgenommen, diese Idee umzusetzen. Coden kann ich. Unten seht ihr auch schon einen ersten Screenshot aus dem Spiel.

Ein ganz schöner Aufwand, für 2-3 Camps pro Jahr! Aber ich liebe es einfach die Kids glücklich zu machen und zu begeistern. Und bislnag lieben sie meine Spiele ;-).

Warum melde ich mich jetzt hier?

Ich bräuchte eine Person, die fit im Thema Pen & Paper ist und mit mir ein paar meiner Ideen durchgeht. Die mir erklärt, wie so ein Pen & Paper Spiel in aller Regel abläuft. Die ggf. auch mal meine Software testen möchte, draufschaut, …

Also wenn Du Lust auf ein neues Spiel hast, gerne Ideen und Feedback reingibst, auch mal für ein Videocall da wärst, dann melde dich.

Felix

Hallo und Danke für dieses sehr “freundliche” Feedback
Also bzgl. Handy könnten wir jetzt viel diskutieren. Das Gerät an sich ist nicht schädlich. Die Frage ist, was man damit macht. In meinen Fall dient es quasi als Papierersatz und holt die Kinder da ab, wo sie stehen. Vielleicht öffne ich damit für die Kinder eine Tür in Richtung Rollenspiel.

Bzgl. des Profilbild: Das ist mir natürlich klar. Es ist ein erster Prototyp, ich bin noch längst nicht bei einer Liveversion. Und bzgl. meiner mangelnden Erfahrung im Pen und Paper-Bereich: Gerade deshalb frage ich ja hier an. Ich würde gerne Anregungen sammeln, um das Spiel aufzuwerten.

Ich weiß auch nicht, warum ich mit meiner Anfrage eine derartige Kritik erhalte.

Bzgl. deiner Rückfragen:

Worauf basieren denn die Lebenspunkte? - Das würde ich über die Rasse und Klasse ableiten.

Wie viel Schaden machen Waffen? - Hier würde ich Werte pro Waffe reingeben. Habt ihr nicht so Sachen wie 2W6 ? Das würde ich ggf. adaptieren.

Es ist sieht chaotisch und unnachvollziehbar aus. → Das tut mir leid.
Wie viel bedeutet Bewegung 6?
Also 6 Felder auf einer Karte?
→ Ja, so habe ich das erstmal geplant.

Liebe Grüße

Felix

Ich würde nicht gleichzeitig ein Regelwerk und eine App bauen; beides ist für sich allein schon genug Arbeit. Ich baue an meinem Regelwerk jetzt schon ein paar Jahre und bin noch nicht fertig.

Danke. Ich werde bei weitem nicht den Umfang haben (und schaffen), von einem gängigen Table Top Spiel. Ich glaube, dass hier im Forum viele Leute sind, die voll in dem Spiel aufgehen, sich voll und ganz in ein riesige Regelwerk einlesen. Bei mir geht es um Kurzzeitpägagogik. Die kommen zu mir, die wollen Spielspaß haben. In der Regel haben meine Teilnehmer noch nie so etwas gespielt. Dann spielen wir in der Regel 2 bis 3 mal in der Woche. Jedes Mal so 1,5-2h lang. Da braucht es gar nicht den vollen Umfang.

Ich stelle mal lieber konkrete Fragen - und bitte kritisiert mich jetzt nicht, nur weil ich nicht 1 zu 1 voll in die Welt mit meiner Idee eintauchen kann.

a) Wie läuft das in der Regel mit Spielen mit solchen Maps ab. Geht es reih um? Wann werden die Gegner bewegt?
b) Wie läuft das mit der Bewegung der Spieler auf der Map?
c) Wie läuft ein Kampf ab?
d) Welche Elemente muss ich unbedingt einbringen, die am meisten Spielspaß erzeugen?

Ich werde da ein eigenes reduziertes Spiel mit eigenen Regeln basteln. Ich freue mich einfach nur auf Ideen, die ich einbauen kann. Oder auf Sachen, wo ihr sagt, dass ich das lieber nicht machen soll, was das ggf. den Spielspaß nimmt.

Kommt aufs Regelwerk an, manche würfeln, manche haben feste Werte und andere einfach abwechselnd.

Meist in Metern oder Fuß und einem bestimmten Wert.

Kommt auch stark aufs Regelwerk an, meist würfelt man auf einen Wert gegen die Verteidigung und berechnet das als schaden.

Kommt auf die Gruppe drauf an.

Hallo und herzlich willkommen bei uns.

Zu aller erst möchte ich mich im Namen der Community für diese unfreundliche Begrüßung entschuldigen. So etwas gehört sich nicht.

Nun aber mal zu deinen Fragen.

Aufgrund dieser vermute ich jetzt erstmal, dass du ja eher stark brettspielorientiert spielen möchtest.

Wenn du also mit Karten spielen willst, benötigen die irgendein Raster. Je nach System stellt jedes einzelne Feld 1 oder 1,5 Meter dar.

Wenn die Charaktere einen Bewegungswert haben, sollte dieser die Anzahl der Felder angeben, die sich eine Figur in ihrem Zug bewegen kann. Meistens ist dieser Wert irgendwo um 5.

Da du es einfach haben willst, würde ich die Spieler einfach reihum handeln lassen. Viele Systeme haben zwar eine Initiative, welche die Zugreihenfolge bestimmt, aber nötig ist das nicht.

Wenn du parallel Gegner dazu bewegen willst, gäbe es hier 2 Optionen.

Entweder bewegen sich erst alle Spieler und wenn sie fertig sind, bewegst du alle Gegner.

Alternativ gibt es die Option Spieler 1, Gegner, Spieler 2, Gegner etc. Dazu würde ich aber nicht unbedingt raten, weil du dir dann merken musst, welche Gegner in dem Spielzug bereits dran waren und welche nicht.

Als ganz oberflächlichen Vorschlag, was du beachten solltest, würde ich sagen, das hängt stark davon ab, was du mit dem Spiel erreichen willst.

Wichtig wäre wohl, dass nicht jede Herausforderung mit Kampf zu lösen sein sollte.

Ein paar Geheimnisse und Rätsel wären wohl auch schön. Oder ein paar Hürden, welche die Kooperation der Spieler fordern.

In diesem Bereich gibt es sehr viele, einfache Spiele, welche sich explizit an ein jüngeres Publikum wenden und bei denen Kämpfe nicht der Mittelpunkt des Spiels sind.

Vielleicht solltest du dir diese mal anschauen, bevor du komplett eigene Spielregeln entwirfst. Spontan fiele mir da Mausritter ein, aber mit mehr Infos findet sich da vielleicht noch etwas passenderes.

Es wäre aber sehr hilfreich zu wissen, in welchem Altersspektrum wir uns bei deinen Kids bewegen und ob du neben Unterhaltung und Action noch etwas anderes vermitteln willst.

Puh, mein alter Beitrag wurde ausgeblendet, unnötiger weise.
Der sowieso stark Medienkonsum ist es aber.
Ich glaube ein Blattpapier zu lesen, ist für Kinder jetzt keine Herausforderung.

Die Kritik ist zum einen wegen meiner Einstellung aber auch weil man enorm die fehlende Erfahrung anmerkt.
Im Prinzip ist dein Gedanke, das du ein Haus bauen willst, ohne zu wissen wie man ein Haus baut. Das ein Fundament braucht, tragende Wände, Statik die berechnet werden muss usw.

Ich geb dir auch ein direktes beispiel.
Da steht 180 Lebenspunkte.
Du willst den Schaden einer regulären Waffe aus DnD E5 übernehmen.
2d6.
Das sind im Durchschnitt 7 Schaden, wenn man überhaupt trifft.

Das heißt, selbst wenn man immer treffen würde, würde man 25 Runden oder mehr brauchen, eine einzige Figur umzuschlagen.
Klassischer weise gehts mit der Rundenanzahl nach der Initiative.
Kämpfe dauern eigentlich eher klassischer zwischen 3 bis 7 Runden, länger ist in D&D System eher unüblich/Kampf situation verschuldet.

Wie soll ein Kampf ablaufen?

Ich würde dir eher dazu anraten eigene Spielerfahrung in tatsächlichen Pen & Paper Runden zu gewinnen und zu verstehen wie Pen & Paper tatsächlich abläuft.
Auch das Systeme vollkommen verschieden sein können, vom Ablauf.
Manche sind stark immersiv/erzählerisch, kommen mit wenig bis gar keinem Würfeln aus. (World of Darkness) und manche sind eine reine Würfelorgie. (Shado

wRun.)
Irgendwo tümpelt Dungeon & Dragons da zwischen.

a) Wie läuft das in der Regel mit Spielen mit solchen Maps ab. Geht es reih um? Wann werden die Gegner bewegt?
b) Wie läuft das mit der Bewegung der Spieler auf der Map?
c) Wie läuft ein Kampf ab?
d) Welche Elemente muss ich unbedingt einbringen, die am meisten Spielspaß erzeugen?

a) Es wird Initiative gewürfelt. Das ist meist der DEX/Geschwindlichkeit oder andere Boni bei DnD-Systemen. Nach dieser Reihenfolge handeln NPCs und Spieler.
Gegner werden bewegt wenn sie nach Abfolge der Zahl dran sind. Die höchste beginnt und es geht von zählen nach unten.
Also 20,14,10,7 und 5. Dabei ist 20 zu erst dran und 5 zu letzt.

b) Die Bewegung ist bei DnD Systemen in der Bewegungs-Aktion durchgeführt und die Anzahl der Felder bzw. der Bewegung wird angegeben.
Das heißt man darf sich innerhalb einer Bewegungsaktion 6 Felder bewegen.

c) Je nach System unterschiedlich.
Auch hier bei DnD Systemen gibt es einen Wert der sich Rüstungsklasse nennt, der Angreifer muss mit einem Angriffswurf diese erreichen oder höher würfeln.

d) Wie Taelk schon sagte hängt das von der Gruppe bzw. den Personen ab.
Kämpfe sind für Kinder/Jugendliche und generell Anfänger leichter zu verstehen und immersiv sich vorzustellen, als wenn man ein ultra komplexes und schwieriges Rästel macht.
Am besten sollte man die Leute uach fragen, was sie erleben wollen, damit macht man es am wenigstens verkehrt.

@Elpetteh du brauchst dich nicht für mein Verhalten zu entschuldigen.
Das ist meine Entscheidung und hat nichts mit dir zu tun.
Ai ist nicht sinnvoll und er hat nach Kritik gefragt, er bekam welche.

Ich finde nicht sinnvoll Kinder weiter an technischen Geräten kleben zu lassen, wenn sie das sowieso schon oft den ganzen Tag tun.
Wie ich bereits sagte hat unser Hobby hervorragende Möglichkeiten erlebt zu werden indem man tatsächlich menschlich miteinander interagiert anstatt mit einem Handy.

Edit:

Der andere Aspekt ist hier ein noch ein anderer.
Es arbeiten oft erfahrende und gut bezahlte Game-Designer an Regelwerken, mehrere Jahre lang.
Die auch selbst im Regelfall erfahrende Spieler und Spielleiter sind.

Jemand der das kaum gemacht hat, dem sollte man wirklich ehrlich und auch fairer weise darauf hinweisen, das die Idee nicht sinnvoll ist.
Ein Regelwerk zu schreiben dauert ob Jahre in Teams, geschweige denn alleine und vermittelt letztlich dann im schlechtesten Fall einen negativen Eindruck vom Hobby.

Es ist hier viel sinnvoller ein bereits vorhandenes Regelwerk zu nehmen und geringe Anpassungen vorzunehmen anstatt das Rad neu zu erfinden.
Auch alleine für Spielbalance. Für das Spielgefühl.
Wie funktionieren Monster?
Wie ist die Lore der welt?
Der Aufwand für die Person ist ja hier nicht nur das programmieren sondern all das zu erfinden kostet ja auch Zeit.
Ein Setting erfinden ist das eine aber Werte für all die Monster? Zu schauen wie Soziale Begegnungen im Spiel ablaufen?

Letztlich sollte man hier jemanden auch sagen, das da sehr viel mehr dahinter steckt und es nicht reicht eine App zu bauen für Charakterbögen und dann läuft das schon irgendwie.

Außerdem stören Handys oft den Spielfluss in Runden anstatt diesem zu helfen.
Das hätte man ihm vielleicht sagen können.
Manche Spielleiter verbieten Handys sogar an ihrem Spieltisch eben weil es ablenkend ist und die Aufmerksamkeit vom Spiel selbst weg nimmt.

Ich wundere mich hier aber, wäre es nicht sinnvoll auf eines der vielen bereits etablierten und funktionierenden Tools zurückzugreifen, anstatt selbst etwas komplett von 0 zu entwickeln?

Also je nach dem, was das Ziel ist. Wenn es um die Herausforderung selbst geht, dann klar. Aber wenn es hauptsächlich darum geht, dein System etwas zu digitalisieren, dann geht’s sicher auch einfacher.

Warum nicht zB Owlbear Rodeo für die digitalen Karten und Figuren verwenden? Das lässt sich recht systemagnostisch einsetzen, kann dafür aber auch nicht so viel.

Anderer Punkt: statt einem Projektor eignet sich ein Monitor auch sehr gut für diesen Zweck, wenn man einen übrig hat :wink: Hier ist zB was ich selbst gebaut habe für meine Runden, hat besiher alle begeistert:

Hallo zusammen

Danke für die nun zahlreichen und hilfreichen Hinweise. Ich schaue mir mal Owlbear Rodeo an. Ich nehme die Sachen immer mit zu Ferienfreizeiten, da ist ein Beamer praktischer. Aber Tools, die das schon können, das ist spannend für mich. Viele Dank

Vielen Dank für die warmen Worte und netten Erklärungen. Da nehme ich viele Ideen von mit.

Hi Rhovarax

Ich suchte weniger Kritik nach meiner Pädagogik. Da können wir uns jetzt echt lange drüber unterhalten. Das Handy an sich ist ein tolles Werkzeug. Aber, die Vereinsamung am Bildschirm ist ein Problem. Wenn aber Gruppen von 6 bis 10 Kids zusammen spielen und im Team gemeinsam Aufgaben lösen, ist es mir ziemlich egal, dass sie mal auf Handys, statt auf Papier starren. Wenn ich sie dafür so besser abholen kann, dann ist es mir recht.

Es mag sein, dass ich mich mit klassischen Table-Top-Systemen nicht so gut auskenne, aber ich habe viel Erfahrung mit Rollenspielen am Computer und auch eigenen Pen & Paper Systemen, ganz ohne Computer und Handy. Und die Kids feiern die auch echt ab.

Gerade die Stories zu erfinden, den Raum zu dekorieren und Kinder in ein echte Abenteuer mit zu entführen, liebe ich. Das kann man übrigens auch ohne klassische Table Top Spiele.
Ich suche nun nur nach weiteren Anregungen.

So möchte ich bei meinem Spiel noch viel mehr Team-Interaktion einbauen. Muss man etwas schweres zur Seite schieben, so gibt es in der realen Welt Team Herausforderungen, die die Gruppe da meistern muss. - Insofern wird das alles ein wenig anders werden. Und doch freue ich mich auf Tipps, was ein solche Spiel pimpen kann. Was das Spielerlebnis noch besser macht. Ich bin offen für tolle Ideen.

Bisherige Erfahrung bei mir ist, dass die Gruppenanzahl von in der Regel 10 Leuten meine größte Herausforderung ist. Das geht aber organisatorisch nicht anders. Ich brauche also ein Spielkonzept, dass 10 Teilnehmer bedient und damit auch klar kommt, dass unsere kleinen handyliebhabenden sich nicht länger als 5min-konzentrierenden Kinder mit mir 2 Stunden ruhig an einem Tisch sitzen. Dabei habe ich Runden mit 10jährigen bis 14jährigen Kindern. Eine Herausforderung! Da braucht es viel visuelle Action. Zudem bin ich auf meinen Camps in der Kurzzeitpädagogik tätig. Sprich: Ich kann die nicht über Monate und Jahre an ein solches System gewöhnen. Sie kommen, sind eine Woche da und dann sind sie auch wieder weg. Und in dieser Woche wollen sie viel Spaß haben. Und das haben sie dann auch. Sie lieben die Rollenspiele. Man muss nur entsprechend die Spiele anpassen. Wobei 10 Kids echt eine Herausforderung beim Rollenspiel sind.

Das also nochmals zum Hintergrund von mir. :slight_smile:

Liebe Grüße

Felix

Ich glaube, du missverstehst die Konzeption von Pen & Paper.

Ich entschuldige mich wohl, weil mich tatsächlich meine Kritik wesentlich freundlicher oder auch selbstkritisch konstrukter hätte äußern sollen.
Das zum ersten mal erwähnt.

Der Punkt ist aber und das merkt man und das ist auch nichts negatives, das Erfahrung fehlt.
Wenn du versuchst ein Blattpapier zu schneiden, nimmst du ja auch eine Schere und keinen Hammer.

Aber die Wahl von Pen & Paper in der Form wie du sie schilderst, ist nicht in der Art Konzeptionell anwendbar.
Die Spieleranzahl bei Pen & Paper ist nämlich durchschnittlich 4 bis 5 Spieler.
Das wird oft als ideale Gruppengröße verstanden.
Für erfahrende Spielleiter sind 6 oder 7 Spieler drin.
Alles darüber entzieht sich dem Konzept weil man nicht für alle Personen den Raum oder auch Spotlight geben kann.
Dabei ist ja wichtig, weil es ein Gruppen-Aktivität ist, das jeder mal dran ist.
Im Rahmen von von 4 bis 5 Stunden in denen man spielt, gehen aber selbst schon bei der durchschnittlichen Anzahl gerne mal die etwas ruhigeren Leute unter.
Der Spielleiter hat hier die Moderation und sollte im besten fall dafür sorgen, das diese Leute eben aktiv von ihm oder ihr angespielt werden und die Gruppe sich integriert.
Bei zehn Leuten und einem unerfahrenden Spielleiter wirkt mir das eher einfach nach rationaler Wahrscheinlichkeit, nicht sehr wahrscheinlich.

Auch das Spielsystem.
Nehmen wir die 180 Lebenspunkte.
Eine Runde mag in der Immersion 6 Sekunden lang sein, aber bei 4 bis 5 Spielern, überlegen die Leute ja was sie tun.
Wohin sie sich bewegen, was sie tun möchten. Kämpfe dauern meiner Erfahrung in DnD-Systemen relativ lange.
Meistens braucht ein Spielzug zwischen 2 bis 5 Minuten. (Erfahrende 1 bis 2 Minuten, Anfänger eher 3 bis 5 Minuten.)
Also 4 Leute sind eher schon bei 15 bis 20 Minuten für ihre eigenen Züge.
Dabei erklärt der Spielleiter ja auch noch Regeln, was auch Zeit kostet.
Feindliche Figuren agieren und du überlegst ja selbst auch.
Das abschließen einer einzigen Runde liegt also nach meiner Schätzung bei 25 bis 35 Minuten oder mehr.
Wenn jetzt ein Gegner 180 Leben hat und das ungefähr 25 Runden dauert, wird man eher wohl so 10 bis 12 Stunden spielen. Das wird auch weniger spaßig sein, weil das sehr langatemig sich anfühlen wird.

Was du beschreibst ist eher sowas klassisches wie ein Dungeon-Room. Ich war gerade am überlegen wie die Aktivität heißt. Secret Rooms oder so?
Da bereiten Leute Räume vor mit Rästeln in dem Raum/der Umgebung und die Kunden/Spieler lösen sie durch direktes interagieren mit der dem, was im Raum oder der Örtlichketi sich befindet.
Das ist eben genau das, was du beschreibst.
Das Team löst reale Herausforderungen, also Herausforderungen die sich nicht in der Immersion, dem Mindtheratre befinden sondern tatsächlich in der Realität.

Videospiele und Rollenspiele geben keine echte Pen & Paper Spielerfahrung wieder.
Wir können dir beschreiben wie eine Runde abläuft, wir können dir sagen was bei uns passiert.
Aber das selbst >erleben<, das lachen, die Situationskomik.
Die Momente und die Dynamik zwischen dem Spielleiter und den Spielenden ist nicht “erzählbar”.
Man kann das beschreiben aber es wird nicht abbilden wie es tatsächlich ist das zu erleben.

Rollenspiel erfordert eben auch Zeit, nicht nur das kämpfen sondern auch die Darstellung.
Eine Szene, wie das Kind sich äußern, wie es vielleicht das selbst ausgestalten möchte.

Es gibt soweit ich weiß auch mindestens 1 bis 2 Pen & Paper System die für Kinder speziell entwickelt sind und darauf ausgelegt sind.
Einfach verständlich und wenig kompliziert. Das könnte man eher auf 10 Leute irgendwie zu recht ziehen oder als lose Orientierung sehen als etwas eigenes zu erfinden.