Rollenspiel und alt werden

Noch zum Thema: Ich bin tatsächlich gespannt wie es bei uns wird. Wir sind alle Endvierziger und es ist die Idee entstanden nach fast genau 20 Jahren Abstinenz wieder ins Rollenspiel einzusteigen. Genau aus dem im Start geschilderten Gründen mussten wir damals aufhören mitten in einer Kampagne. Beruf, Fortbildungen, Familie usw hatte leider zu einem plötzlichen Ende geführt. Und jetzt?

Kumpel von damals und ich sehen uns noch regelmäßig, die anderen beiden Mitspieler nicht mehr. Hab lose Kontakt mit einem gehalten. Im Dezember mal wieder wehmütiges Gespräch zweier alter Männer wie schön und spaßig die Rollenspielzeit damals war. Und aus einer fixen Idee meinerseits das wirklich nochmal zu versuchen ist plötzlich per heute der Stand, dass trotz Job, zig Kindern bei einem der Spieler, Bauernhof und Tieren, wie alle vier wieder zusammen kommen werden um die alte MERS Runde weiter zu spielen. Das finde ich einfach unglaublich. Wie gesagt - die Hälfte der Truppe hat sich seit 20 Jahren nicht mehr gesehen, keinen Kontakt mehr gehabt und steht mitten im Leben. Und dennoch habe ich jetzt das Gefühl, dass wir das zeitlich viel besser wie damals hinbekommen werden. Einfach weil jetzt auch nochmal eine ganz andere Wertschätzung für das was wir da 10 Jahre getrieben haben da ist und dadurch aber auch umgekehrt entspannter mit der Sache umgehen. Mein Credo ist da momentan: Entweder wird es total scheiße, dann haben wir uns wenigstens mal alle wieder gesehen und einen Abend miteinander wie früher verbracht, oder es wird halt gut und da lebt wieder etwas auf was uns allen irgendwo im Alltagsleben gefehlt hat. Insofern ist das Älterwerden vielleicht doch nicht so schlecht.

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