AW: Shadowrun statistisch - Von Würfelzahlen und Erfolgen
Natürlich kann man SR statistisch aufschlüsseln. Aber Fakt ist bei Würfelwahrscheinlichkeiten, dass solche Werte immer nur bei n Würfen (wobei n → Unendlich) feststellbar sind. Also reicht für den Durchschnittsspieler (und nicht Dipl.-Mathematiker) die Faustregel “alle 3 Würfel hab ich akzeptable Chancen für nen Erfolg”. Ist zumindest meine Ansicht, macht das Spiel auch dynamischer. Außerdem: Bei uns hat jeder seine eigenen Würfel, und keiner darf die Würfel verwenden außer man selbst. Würfelkarma halt.
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ist schon richtig.
mein zitierter Post ging auch eher in Richtung, dass es nicht “sicher” ist, mit 15 Würfeln (mind) 5 Erfolge zu erzielen.
Der Unterschied bei uns ist einfach, dass die “Schätzung” einer Erfolgswahrscheinlichkeit im Hinterkopf abläuft und recht genau ist.
Das hat leider auch zur Folge, dass es schwer ist, derartiges OOC-Wissen NICHT ins IP einfließen zu lassen.
(IP ist die Abschätzung der Gefahr einer Aktion ja weit komplexer …)
Das ist unheimlich schwer abzustellen.
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[FONT=Comic Sans MS]Ich halte von dieser Wahrscheinlichkeits-Rechnerei eigentlich gar nichts, außer rein mathematischem Interesse. Ich finde es äußerst lebensecht, wenn ich bei einer Standard-Probe mit 13 Würfeln voll verkacke (Teamkollege brüllt: “HASST DU NICHT GESAGT; DU WEISST WAS DU TUST?!?!” Antwort: “Öh, nun, normalerweise …”) aber dafür bei einem fast hoffnungslosen Fall mit 3 Würfeln ein Bravourstück zaubere (Messerklaue zu Couch-Potatoe-Hacker: “Ey, der Kleine ist ja doch zu was nutze. Netter Kopfschuss.”). Solche Dinge machen die Geschichte einfach lebendiger. Ich habe es ja auch schon oft genug in der Realität erlebt, dass Newbies einen Profi vorführen können.
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Ja aber da mit der “Profi” sagen kann : “Ja das schaff ich locker” muss er eine durchschnittliche Erfolgswahrscheinlichkeit kennen, oder der SL beschreibt die Welt extrem detailgenau + er beschreibt wie er denkt das die tätigkeit ausgeführt erst dann kann man sich überlgen wie der SL das bewertet im realen Leben weiß der Elektriker wie ein Schaltkreis funktioniert und wie er zu überbrücken ist, in der Regel weiß das weder SL noch Spieler.
Die Würfe außerhalb der Standardabweichung passieren unabhängig ob der Spieler seine durchschnittliche Chance kennt.
So gesehen ist für dein Beispiel das kennen der Wahrscheinlichkeit besser, das wenn ich sie kenne kann ich behaupten “Ja schaffe ich locker” und es spektakulär versauen, sonst muss ich sagen “keine Ahnung ich kanns nur mal probieren”
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[FONT=Comic Sans MS]Dazu muss ich nicht alles so genau beschreiben. Prinzipiell würde es ausreichen, wenn der SL aufgrund der ihm vorliegenden (oder von ihm bestimmten) Werte eine grobe Einschätzung abgibt.
Beispiel: Magschloss aufbrechen und überbrücken
Hardware 4 mit Logik 4
Magschloss 1 = “Das Schloss sieht nach Tagebuch-Standard aus.”
Magschloss 2 = “Standardmodell, sollte kein Problem sein.”
Magschloss 3 = “Standard-Sicherheitsmodell. Kleine Herausforderung.”
Magschloss 4 = “Das wird tricky, sollte aber machbar sein.”
Magschloss 5+ = “Überleg’ Dir, ob Du da nicht lieber zu professionellem Werkzeug greifen solltest.”
Dazu braucht man weder Detailverliebt noch technisch Versiert sein. Eine angepasste grobe Beschreibung reicht da meines Erachtens aus.
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Wahrscheinlichkeitsrechnung ist für das “Lebensechte” allerdings so wichtig. Denn durch Wahrscheinlichkeitsrechnung kann ich ein System erschaffen, dass sich eben “lebensecht” anfühlt. So dass die Glücks- oder Pechsmomente ‘normalverteilt’ sind. Der SR-Charakter hat seinen Wert von 5 in Türen öffnen, dazu sein Attribut von 3, seine Türöffnungshilfe mit 2 und muss gegen die Holztüre nur einen Erfolg mit diesen 10w6 würfeln. Der D & D Charakter hat bei dem Versuch die Türe zu öffnen, völlig unabhängig von seiner Türöffnungshilfe (Stiefel?), seiner Stärke, seinem Türöffnungs-Wert oder sonstigen Schnick-Schnack eine Wahrscheinlichkeit von 5% völlig zu versagen. Die Wahrscheinlichkeit des SR-Charakters keinen Erfolg zu würfeln ist eher gering - was bei einer Holztüre auch unseren Erwartungen entspricht.
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@Screw
was glaubst du, warum wir das machen? (Oder anders gefragt … was glaubst du, warum wir gerade Mathe studiert haben?)
…
Ich zumindest kann einfach nicht anders
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der Spieler kennt seinen Wert. Also ist das an dem Punkt Augenwischerei. Bei deiner Methode sehe ich aber eine Gefahr.
Alle Beschreibungen die du vorgeschlagen hast sind wieder unglaublich realtiv und hängen davon ab ,weche Erfolgs( oder beeser Nicht Erfolgs)wahrscheinlichkeit von SL als “tragbar” angesehen wird, dass muss nicht das selbe sein wie der Spieler meinr (wie ich mehrfach feststellen musste).
Ich sage dazu mal (nach 5 Erfolen bei einer Matrixwahrnehmung und ich habe nach dem Deviceratig gefragt; realtiv neue Chars ~5 Karma oder so), “SL:ja is n Standardsystem, sollte dir keine Probleme bereiten.” “Ich: Ja ok ich Hacke dann mal eilig auf nen Sichheitsaccount, was das jetzt die Firewall” “SL: 5” “Ich:O_O”
AW: Shadowrun statistisch - Von Würfelzahlen und Erfolgen
Das Grundregelwerk liefert zur statistik die möglichkeit den würfelpool durch 4 zu teilen sollte der ermittelte wert den benotigten erfolgen entsprechen muss der spieler nicht würfeln sondern ist professionell/gut genug die handlung einfach durchzu führen
dies gilt aber niemals für vergleichende proben und kampf
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Das Grundregelwerk liefert zur statistik die möglichkeit den würfelpool durch 4 zu teilen sollte der ermittelte wert den benotigten erfolgen entsprechen muss der spieler nicht würfeln sondern ist professionell/gut genug die handlung einfach durchzu führen
dies gilt aber niemals für vergleichende proben und kampf
Du meinst damit, dass man daran ablesen sollte, wie schwer/leicht Proben für den Charakter sind? Denn statistisch gesehen ist das ein Pyrrhus-Sieg - immerhin liegt die Wahrscheinlichkeit höher als 0.25 (pro Würfel, und ~pro Wurf mit mehreren Wüfeln, schlagt mich nicht, liebe Statistikfreunde), dass man einen Erfolg würfelt.
AW: Shadowrun statistisch - Von Würfelzahlen und Erfolgen
[FONT=Comic Sans MS]Nicht ganz … Das Kaufen der Erfolge darf ebenfalls nur in stressfreien und/oder unbedrohlichen Situationenverwendet werden und auch nur dann, wenn ein Fehlschlag keine negativen Konsequenzen auftreten würden (abgesehen von einem kritischen Fehlschlag). Und außerdem steht auch im GRW, dass man dies nur zulassen sollte, wenn der Char einen “außnehmend hohen Würfelpool besitzt.”
Ich handhabe das eigentlich so, dass ich den Spielern anfangs sage, dass es die Möglichkeit des Kaufens gibt, aber ab dann müssen sie selbst daran denken und mich fragen.
Außerdem ist es ein Mittel für den SL, um große Würfelpools von Tieren, Geistern oder anderen, fast unüberwindbaren Gegnern nicht immer würfeln zu müssen, weil das bei längeren Kämpfen z.B. seeeehr mühsam werden kann. (Beispiel: meine Troll-Kampfmagierin mit Nahkampfspezialisation steckt jeden Schaden des Pflanzengeistes unbeschadet weg, trifft diesen aber nie … nach drei ergebnislosen Runden, mit je drei attacken pro Kontrahent, hat der Meister für den Geist die Erfolge gekauft, wodurch ich endlich auch mal ausweichen und treffen konnte.)