Hallo Leute ich wollte mal euch fragen was ihr im allgemeinen so davon haltet und auch ein bisschen über mich.
Pen and Paper ist für mich persönlich eine lange Zeit geprägt gewesen von Hauke Gerdes als Zuschauer seiner Pen and Paper Rollenspiele. Bin ich damit aufgewachsen systemoffen zu sein.
Ich fand das immer sehr lustig und trieb mich einfach in Richtung der Rollenspiele und vor ungefähr 3 1/2 Jahren fand ich eine Online Gruppe mit klassischem DnD in verschiedenen Sessions und Versionen ist bei mir 2 Jahre lang interessant gewesen hat mich aber nie so gebannt wie eigene Welten mit anderen zu schaffen was ich zugegeben schon als Kind schon oft getan habe. Jetzt habe ich eine völlig Freies Konzept einer Spielwelt erfunden das aber nichts für jederman ist aber eure Meinung interessiert mich trotzdem dazu sehr.
Meine Welt die ich auch bisher 2 1/2 Jahre selbst erfolgreich mit 2 aktiven Gruppen leite hat ab und zu mal Abspringer schon bevor es losgeht. Sobald sie das Konzept hören und dann ein wenig überwältigt sind mit zu viel Freiheit die ich ihnen biete. Ich habe auch mit sämtlichen Religionen der Welt getüftelt und auch Grundlagen für übernatürlichen Fähigkeiten die man sich selbst aussuchen kann mit eingebettet z.b Jesus,Hercules uvm. sind da schon irgendwie verbunden in kurz benutze ich Konzepte die viele kennen oder wo es einfacher ist erste Verbindungspunkte knüpfen zu können. Damit das nicht alles so entfremdet wirkt heißt aber auch die Geschichte ist laaaaaaang und das ist eine Kampagne die maximal 40 Jahre geht, heißt auch ich habe noch einiges vor mir es gibt auch viele Fraktion’s so wie auch Politik Kriege, Intrigen und noch mehr also von Dinosauriern bis zur Sci-Fi,Lovecraft und mehr also einfach alles was es auf der Welt so gibt und drüber hinaus verbunden also man könnte schon sagen es geht einfach drunter und drüber.
Was haltet ihr grundsätzlich von solchen Konzepten als Pen and Paper?
Zu viel Sandkasten?
Braucht ihr Strikte Vorgaben bei euren Skills z.b. Cantrip’s wie Firebolt also in kurz Zauber und Liste?
Habt ihr selbst sowas schon mal gemacht?
Und was soll das ganze hier eigentlich?
Ja ich habe aufjedenfall ein Mutiges Projekt in Angriff genommen und bin gespannt was ihr so dazu sagt.
Danke für den interessanten Beitrag! Ich bin jetzt gerade unsicher, ob du über normales World-Building schreibst oder ob du in/mit der Gruppe gleichberechtigt erzählst und ihr die Welt zu gleichen teilen erschafft?
Einen Bericht über ein gleichberechtigtes World-Building fände ich sehr spannend. Solltest du alleine an der Entwicklung deiner Welt schreiben, fände ich dass ganz normal. Ich glaube die meisten Spielleiter haben so ein Projekt in der Schublade liegen.
Bemerkenswert finde ich es, dass du gleich 2. Gruppen für dein Projekt begeistern konntest. Die meisten Spieler stehen solchen Eigenkreationen erst einmal skeptisch gegenüber.
Hallo Zeitnah vielen Dank für deine Meinung und Einsicht.
Grundsätzlich könnte man sagen habe ich ein Grundkonzept mit einer Story erschaffen die lang gezogen ist und man sozusagen in einzelne arc’s reinhüpft wissentlich oder unwissentlich, Beispielsweise ein Prison Arc, Chutlu Traumwelt Arc etc es gibt auch freie Zwischengebiete wo die spielere vollkommen selbst entscheiden was als nächstes getan wird. Die haben ihre festen Routen die man nehmen kann allerdings bin ich nur ein Mensch und kann natürlich nicht auf alle Ideen dieser Welt kommen deswegen bin ich da offen mit meinen Mitspielern die Charaktere und ihren Ideen. Die Spieler können auch wirklich alles sein von Mensch bis Tiermensch, Robotor, Monster oder auch völlig abgedreht wie z.b. einen Zeitreisenden Wikinger. Die Entscheidungsfreiheit besteht bei ihnen meißtens woher sie kommen und dort habe ich ein Grundgerüst das aber jederzeit abgewandelt werden kann falls ein Spieler sagt das es dort einen Npc gibt oder ein gewisses Gebäude oder Ortschaft implementiere ich das sehr gerne für sie und baue das mit in die Story ein.
Also um auf deine Frage zurückzukommen. Ich denke es ist ein bisschen von beidem schließlich ist das ein Gemeinschaftsprojekt ich habe das Gerüst da aber es kann jederzeit umgestellt werden ungefähr so kann man sich das vorstellen.
Ja ich kann aufjedenfall sagen das ich Glück habe mit tollen Leuten gemeinsam ein riesiges Abenteuer zu erleben den ich weiß auch nie was so als nächstes passiert das erfordert aufjedenfall eine Menge Improvisation beiderseits.
Cool finde ich das diese Gruppen beide Einfluss aufeinander haben und diese Welt und was in ihr geschieht. Es gibt 2 Hauptstädte die zerstört wurden aufgrund einer Gruppe und die andere Gruppe sieht und fühlt die Konsequenz daraus sieht das Leid der geflüchteten und kämpft dagegen an, ab bestimmten punkten früher oder später werden sie sich auch begegnen um miteinander zu arbeiten oder auch gegeneinander.
Das alles in eine Erklärung einzulassen ist ehrlich gesagt nicht leicht und das macht mir auch so die Sorge neue Spieler zu finden wobei es derzeit genug sind in der 1 Gruppe 5 Leute und in der 2ten auch 5 ist zumindest bis maximal 6 gedacht denn jeder braucht auch seine Me Time.
Daher auch eine Frage wie kann man die Leute die interessiert daran sind nicht zu sehr damit überschlagen oder überhäufen ohne das sie bevor sie gespielt haben doch absagen was volkommen okay ist für mich aber das erklären in dieser Hinsicht fällt mir dann doch schwer und neigt auch bisschen dazu das ich mir selbst nicht so sicher bin mit meinem Projekt.
Gibt es Methoden die Leute nicht zu sehr zu verschrecken bei so einer Offenen Welt?
Die Idee hinter deiner Welt finde ich grundsätzlich spannend - gerade dieses “alles ist möglich” -Gefühl hat ja einen riesigen Reiz. Aber ich glaube, genau da liegt auch das Problem.
Ich arbeite selbst seit einiger Zeit an einem sehr freien Sci-Fi System/Setting (“Echo”) und habe dabei gemerkt: Freiheit funktioniert nur dann gut, wenn sie strukturiert präsentiert wird.
Wenn ich deinen Post lese, wirkt er sehr chaotisch und sprunghaft. Das ist nicht böse gemeint - man merkt einfach, dass unglaublich viele Ideen gleichzeitig da sind. Aber als Außenstehender fühlt man sich schnell erschlagen . Und ich glaube, genau das passiert auch potenziellen Spielern.
Bei Echo habe ich die Erfahrung gemacht:
Zu viel Konzept auf einmal schreckt ab.
Eine 40-Jahre-Kampagne klingt für viele eher verpflichtend als episch.
”Alles ist möglich” klingt toll, erzeugt aber auch Unsicherheit, wenn kein klarer Rahmen sichtbar ist.
Was mir geholfen hat:
Klare Startoptionen zu geben (“Wählt aus diesen x Konzepten” statt “Ihr könnt alles sein”).
Erst im Spiel zeigen, wie offen es wirklich ist.
Viele Spieler brauchen am Anfang Orientierung, selbst wenn sie später Freiheit genießen. Sandbox heißt nicht Regellosigkeit - es braucht ein stabiles Fundament, sonst wirkt es wie Ideenflut statt wie Welt.
Was ich außerdem wichtig finde:
Bevor man neue Leute überzeugt, sollte man selbst klar sagen können:
Worum geht es in einem Satz?
Was macht diese Welt einzigartig?
Was erleben Spieler konkret in den ersten 3 Sessions?
Wenn man das nicht klar beantworten kann, merkt man oft selbst, wo noch Feinschliff fehlt.
Mich würde interessieren:
Wie erklärst du einem neuen Spieler dein Setting in 2–3 Sätzen?
Vielen lieben Dank dir für deinen Konstruktiven Tipp erstmal Ailuran.
Aber seht gute Frage schwer das wirklich zusammenzufassen aber ich Versuche es trotzdem mal in 3 langen Sätzen.
Kastalpha ist ein episches Fantasy-Sci-Fi-Epos über eine Welt voller verschiedener Wesen, zersplitterter Reiche, hohen Technologien und göttlicher Relikte, in der jede Stadt eine eigene Ideologie verkörpert – von fanatischem Friedenszwang bis zu chaotischer Machtgier.
Im Zentrum stehen komplexe Helden mit Bindungskreaturen, inneren Konflikten und moralischen Entscheidungen, während uralte Mächte wie Bandora, Novus und die großen Fraktionen um die Kontrolle über Schicksal, Freiheit und Macht ringen.
Es ist nicht nur ein Abenteuer, sondern ein lebendes Experiment darüber, was Menschlichkeit bedeutet – in einer Welt, in der selbst Menschen, Monster und Götter nur ein Spielstein sind.
Puh ich denke das kommt dem nahe ist aber noch weit entfernt von einer genauen Erklärung
In der ersten Session lernen sie sich selbst kennen ein erstmal ruhiger Einstieg um sich zurechtzufinden auch RP technisch. Sie lernen also ihren Charakter und ihre Fähigkeit so wie die Gruppe kennen und erfahren ihre Agenda.
Bei der 2ten Session erfahren sie mehr von der Welt und was genau sie tun können und sehen Verbindungen die ihnen zusagen oder eben nicht. Und können dann selbst entscheiden was für sie in dieser Welt wichtig ist.
In der 3 Session teste ich ihre kämpferische Kreativität mit ihrer Fähigkeit und setzte gemeinsam Ziele mit ihnen oder verbinde Charakterstory mit der Welt tiefer nehme auch Vorschläge von ihnen an die ich auch weiter einarbeite.
Es macht auf mich den Eindruck, als ob du einen Multiversum Ansatz verfolgst. Das finden manche Spieler gut und andere halt nicht… als Spieler würde mich die Vorstellung abschrecken bei jeder Sitzung durch einen Zoo zu laufen.
Wenn mir an jeder Ecke Eselmenschen, Elefantenechsen und Roboterinsekten begegnen würden, wäre mir das zu viel. Aber als besonderes Ereignis, zum Beispiel eine Karawane aus einem fernen Land kommt in die Stadt, fände ich es wiederum gelungen.
Den Punkt von @Ailuran, die Spieler nicht von Anfang an mit der Vielzahl von Möglichkeiten zu überfahren, finde ich wichtig. Dinge erst nach und nach zu enthüllen sind das Erfolgsrezept vieler guter Geschichten!
Die Story gut zu verkaufen ist dass eine aber letzlich fällt und steht das ganze mit dem Spielleiter und der Gruppe. Du solltest dir ein gutes Etikett überlegen, 2 bis 3 Schlagworte die den Spielern etwas sagen und sie neugirieg machen. D&D ist letztlich auch nur ein Etikett, da kann sich viel hinter verbergen oder halt auch nicht
Vielen Dank für die Tipps ihr seit super Leute. Ich Versuche das mehr zu berücksichtigen das ich nicht zu viel über die Welt erzähle und mehr Augenmerk auf den Charakter der Spieler zu geben, alles andere taucht eventuell auf oder eben nicht und genauso wichtig auch nicht zu viel anzuhäufen z.b. elefantenmensch etc. Das findet tatsächlich bei mir eher weniger statt meißtens sieht man bei mir eher selten Tiermenschen liegt aber auch daran das die Spieler nicht in ihrem Hauptgebiet sind und solche eher vereinzelt auftreten. Das ist eher regional bedingt oder situationsbedingt.
Eure Ratschläge haben mir aufjedenfall geholfen bei einem neuen Spieler aus diesem Forum was ich echt auch loben möchte die meisten Spieler die permanent bleiben kommen von hier. Deswegen ein großer Dank an eure Plattform sehe nur selten eine Plattform die solche tollen Menschen verknüpft und ich freue mich auch zukünftig mehr Leute hier kennenzulernen ob es Tipps und Ratschläge sind von einer objektiven Sicht von jemand anderem oder auch einfach nur um über dieses tolle Hobby zu reden und zu schreiben oder zusammen zu spielen, wir alle teilen egal welches Regelwerk wir spielen uns dieses Hobby und ich finde es super das man hier im Gegensatz zu anderen Plattformen eine so freundliche Umgebung geschaffen hat.