Hallo zusammen, hier ein Regelfrage zum Manöver Orientierung:
Ein Kämpfer möchte/muss sich orientieren und benötigt dafür zwei Aktionen (da er keine SF Aufmerksamkeit hat).
Mitten drin (also nach der ersten Aktion) wird er erfolgreich angegriffen. Was nun?
a) Er bricht die Orientierung ab und versucht zu parieren.
b) Er nimmt den Angriff hin und versucht Orientierung weiter durchzuführen (Selbstbeherrschung?)
c) ???
Was geben die Regeln da her? Unabhängig von einer “Gesunder-Menschenverstand-Auslegung”?
Soweit ich weiß ist dieser Fall nicht in exlpezit in den Regeln aufgeführt, und man muss hier gesunden Meisterverstand anwenden.
Natürlich lass ich mich gern eines besseren belehren, würde hier aber wie folgt vorgehen.
a.) Knallharte Auslegung der Regeln;
Er Orientiert sich und wendet beide Aktionen auf und kann nicht mehr Parieren. Folge: alle Vorteile von Orientierung treten in Kraft, der Spieler hat keine Paradeaktion mehr.
b.) Hausregel/gesunder Meisterverstand
Der Spieler ist etwas umsichtiger und wende eine Aktion auf, und spart sich seine Paradeaktion auf. Die Zweite Aktion möchte er im zweiten durchlauf aufwenden (ich Orientiere mich hier am Zaubern wo auch häufiger mehrer Aktionen über zwei oder mehr Runden angesammelt werden müßten). Ich würde hier Konzentrationsporben/ oder Erschwernisse für die Paradprobe vergeben.
Wenn ein Held sich konzentriert und zwei Aktionen lang ungestört das Kampfgeschehen betrachten kann, und ihm eine IN-Probe gelingt, gewinnt er durch Kampfaktionen verlorere INI zurück und kann seinen INI-Wert so setzen, als habe er zu Beginn des Kampfes eine 6 gewürfel.
Wenn er während dieser Aktionen gestört wird, kann er sich nicht konzentrieren und somit auch nicht orientieren. Dann war die 1. Aktion quasi “verschenkt”.
Im Zuge dessen würde ich ihm auch kein freies Ausweichen zugestehen, um das Orientieren fortzusetzen. Weil das Ausweichen ihn ja wieder ablenkt.
Nein, wenn du eine Paradeaktion in eine reguläre Aktion umwandelst, findet deine 2. Aktion immer 8 Ini-Phasen nach deiner 1. Aktion statt. (1. Aktion bei [INI], 2. Aktion bei [INI -8] )
Was du machen kannst:
Du sagst vor Beginn der Kampfrunde an:
“Ich warte ab bis [INI des langsamsten Kämpfers, jedoch mind. INI 9], und wandele dann meine Parade um.”
Dadurch verschiebt sich deine 1. Aktion nach hinten (optimalerweise so, dass alle anderen bereits agiert haben).
Dann benutzt du bei INI-Phase 9 deine 1. Aktion, hoffst darauf, dass dich niemand mehr angreift (sollten ja alle schon ihre Aktion gehabt haben), und machst bei INI-Phase 1 deine 2. Aktion.
So kannst du vor dem Orientieren noch dein freies Ausweichen einsetzen oder dich treffen lassen, ohne dass dein Orientieren gestört wird (vorausgesetzt niemand trifft dich zwischen INI 9 und 1).
Das Thema ist auf WdS S. 81 erklärt. (Auch gut zu wissen ist S. 54, weil es einen guten Überblick gibt)
Aber ernsthaft:
Kauf dir einfach von den nächsten AP einfach “Aufmerksamkeit”, dann brauchst du solche Überlegungen nicht mehr.
Danke für die ANtworten. Die Auslegung von Eric as wäre die harte Regelauslegung, die auch rauslesen würde, die mir aber nicht so ganz gefällt. Ein “unterbrochenes Orientieren” (wie beim Zaubern mit SB-Proben) finde ich auch nicht sinnvoll, als Hausregel/Interpretation würde ich wie oben beschrieben verfahren, mit der Ausnahme, dass die 2.Aktion Orientieren bei einer Unterbrechung (wie auch immer) nicht mehr stattfindet, also der Orientierende nicht auch noch in der nächsten Runde eine Aktion sinnlos verbrauchen muss.
Mit dieser Regel finde ich die SF Aufmerksamkeit ebenfalls ausreichend gewürdigt, auch aus meiner Sicht ein Muss auch für nicht-professionelle Kämpfer.