KI als Spielerersatz - Sinnvoll?

Ich glaube, man sollte hier durchaus die Frage in den Raum werfen nach parasozialen Beziehungen/Bindungen zu KI und das das auch wirklich nicht gesund ist.

Das ist keine “echte Person”, es ist wie Funyn bereits sagte, ein Sprachmodell, das antworten generiert.
Nicht mehr und auch nicht weniger als das. Es sind nur Berechnungen und Kalkulationen.
Aufgrund der starken Menge an Daten, mag es “echt” wirken aber das ist es eben nicht.

Tatsächlich neigen die nicht nur zu Fehlern sondern schlicht auch dazu dinge wesentlich besser darzustellen als sie sind und reden einem nur nachdem Mund.
Das ist eben nicht wie echte Menschen und logischer weise echte Spieler funktionieren.
Mag es schwierig und ansterngend sein mit echten Menschen manchmal klar zu kommen? ja.
Aber das kann eben letztlich niemals durch eine KI ersetzt werden.

Man kann Spieler finden, auch für Nischen-Systeme oder eher ungewöhnliche Uhrzeiten.
Ich hatte auch eine weile da spielte ich eine Runde als 1on1 oder 2 Spieler mit einem SL so von 8/9 Uhr bis 13/14 Uhr im dreh.
Ich kann nach wie vor nur abraten das zu tun.

Und genau da setzen Sie das Wort ein, was eben nicht so funktioniert, wie ich es mir wünsche: Kann!
Natürlich kann man Mitspieler für Nischensysteme finden oder Spieler, die zu ungewöhnlichen Uhrzeiten spielen.
Das Ganze ist aber leider ein Glücksspiel.
Egal, auf welchen Cons ich auch gewesen bin und ein Nischensystem angeboten habe, es ist grundsätzlich darauf hinausgelaufen, dass ich stundenlang alleine am Tisch saß, während die anderen Mainstream spielten.
Wie oft lese ich hier Onlineangebote für Spiele, bei denen ich gerne dabei wäre, aber bei denen es heißt: Wir fangen um 18.00 oder 19.00 Uhr an. Oder nur an dem Tag.
Textabenteuer, die ich angeboten habe, funktionierten ebenfalls nicht.
Was also soll ich machen? Nischen und Neues ignorieren, weil sie kaum jemand findet?
Rollenspiel aufgeben, weil die Zeiten nicht passen?
Oder ein anderes Szenario: Ich möchte gerne die Abenteuer “Horror on the Orientexpress” und “Smaskrifter” leiten. Beides wird abgelehnt. Das eine, weil Horror, dass andere, weil man im Netz viele Kommentare findet, dass es zwar ein tol durchdachtes Abenteuer ist, was aber nichgt wirklich spielbar ist.
Es mag ja sein, dass jeder andere von Ihnen jetzt sagt: Na, wenn keiner “mein System” spielen will, dann füge ich mich halt der Masse” bzw. “Wenn keiner das Abenteuer spielen will, dass trete ich es halt in die Tonne und spiele, was allen gefällt, selbst wenn es mir nicht zusagt”.
Das ist dann ja auch okay.
Aber ich bin ich dem Punkt halt anders gestrickt: Ich möchte die Sachen spielen, und wenn sich niemand findet (aus welchen Gründen auch immer), dann probiere ich es halt erstmal mit einer KI. Ich sage nicht, dass dies absolut zu 200% funktioniert.
Aber ich sage: Lassen Sie es mich probieren. Was soll schon schiefgehen? Entweder es funktioniert, oder es geht in die Hose.

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Ich muss hier die ganze Zeit an Dinner for One denken… aber Spaß beiseite.

Eine Gruppensuche ist leider oft eher Marathon als Sprint, besonders wenn man exotische Rahmenbedingungen hat.

Mein Rat wäre daher eine bewusste Zeitökonomie: Etwa 80 % der Zeit in Mainstream investieren, damit man anschlussfähig bleibt und auch wirklich zum Spielen kommt. Die restlichen 20 % kann man dann in seine Nischenwünsche und Experimente stecken (inklusive KI-Gruppen). Ob Ihnen das Dinner for One-Spiel tatsächlich Spaß gemacht hat, können Sie ja gerne später mal berichten – ich stelle es mir allerdings eher schwierig vor.

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